«Was arbeitisch du?» So-ne-Satz litzt Bärndütschpuritaner*inne d Ohre ume. Mir säge doch «schaffe» u nid «arbeite», motze mr. Aber halt! Mängisch si mr ja inkonsequänt. Bi Begriffe wie Tag der Arbeit, Arbeitsrappört, Arbeitskolleginne, Arbeitsmoral, Arbeitstage, Jahresarbeitszyt usw. da het sech ds Wörtli «Arbeit» o im Dialäkt problemlos düregsetzt. Me cha sech frage, warum? U warum bruuche mr dert nid eis vo de andere Wörter für «schaffe»?
Ja, aber weles eigentlech?
Bügu, Chrampf, Büetz. Das sy doch herrlechi Wörter. Oder sy die z altmodisch u z eisitig handwärklech, z weni de hüttige Tschöb aapasst?
Wär chrampfet, wärchet, mechet, murxet oder fuuschtet, dä macht öppis mit de Händ, meischtens mit meh oder weniger Chraftysatz. Aber schaffe cha me ja o mit em Hirni. Also: hirne, grüble, pröble, experimäntiere, analysiere, usefinde, ufschribe, abschriebe … u speter de mit däm, wo me usegfunde (oder abgschrybe…) het, ga husiere, ga blöffe, ga politisiere, ga uftrumpfe, ga abruume, ga ufruume.
Ufruume?
Ja, das isch o gschaffet. U de no wie! Da wäre mr mitts im Hushalt: ufruume, ii-ruume, zämeruume, zämeläse, abstoube, glette, bette, stoubsugere, furtgheie …
Oder ir Chuchi: rüschte, schinte, abhoue, schible, raffle, gschwelle, chnätte, schnätzle, brägle, aa-brate, plodere …
Uff, isch das aa-strängend. Zur Abwächslig itz e Pouse. Statt geng schaffe, mau chly schäfferle, grümschele, chrättele, öppis ggäggele, nifle u chnüble …
Oder o mau einfach nüt tue, schöggele, tschille, plegere … löie.
Hie wird no richtig büetzet, gchrampfet, gmechet. (Foto: David Fürst)