Fabio hört: Best-of 2025

von Fabio Lang 2. Januar 2026

Soundcheck Fabio Lang blickt auf das musikalische Jahr 2025 in Bern zurück. Für euch hat er eine Playlist zusammengestellt, die das beste aus dem letzten Jahr verbindet. Hör rein – egal, ob du mit den letzten Weihnachtskeksen auf dem Sofa sitzt, sportliche Neujahrsvorsätze in die Tat umsetzt oder wieder mit dem Bus zur Arbeit fährst.

Für mich ist der Winter leicht zu beschreiben: Es gibt zwei musikalische Moods.

Die erste ist ein Aufschrei. Ich will verdammt noch mal besseres Wetter! Disclaimer: Ich bin kein Wintermensch. Wenn die Tage grau sind und die Finger nicht auftauen, hilft nur Musik, die nach vorne geht. Bässe, die scheppern. Beats, die antreiben. Songs mit einem Kern aus Wärme.

Die zweite Mood ist das Gegenteil: Kopf voran in düstere Produktionen und schwere Inhalte. Winter, mach mich fertig. Ironischerweise bevorzuge ich diesen Teil, weil ich dann mehr auf Texte höre. Wenn du mich also irgendwo triffst – Kopfhörer auf, Tränen in den Augen – alles in Ordnung.

(Foto: David Fürst)

2025 war ein starkes Jahr für die Berner Musikszene. Neue Releases in vielen Genres, überraschende Kollaborationen, hörbare Entwicklungsschritte. Man spürte, wie viel Vertrauen in den eigenen Sound da ist. Bern wirkte musikalisch sehr sicher: nicht laut, aber klar.

Diese Playlist verbindet beide Winter-Moods – und zeigt Artists aus Bern, die 2025 Musik herausgebracht haben:

Finja Kejo – «M.A.L.F.»
Finja Kejo zeigt erneut, wie persönlich Pop klingen kann. «M.A.L.F.“ fühlt sich an wie eine warme Umarmung.

Vernisage & Alwa Alibi – «Charre»
Antreibende Produktion, scharfe Texte, souveräne Präsenz. Ein Track, der zeigt, warum beide Artists gerade viel Aufmerksamkeit bekommen.

Migo&Buzz und Blanco – «Cha nid angers»
Wenn der Winter ein Song wäre: kalt, rau, direkt. Keine Verzierungen, nur Präsenz.

Jule X, Astro Burger & Anru – «100K Zigis»
Kühle Parts, ein warmer Refrain.

Lo & Leduc – «LOYALTY x MANY MEN»
Zwei Tracks in einem, die beide Moods vereinen: treibend und tiefgründig.

MILYMA – «Pick you up»
Vocals, die zwischen Wärme und Frost wechseln – eine Atmosphäre wie Atem an kalter Luft.

Fischermätteli Hood Gäng – «Retro Last Unicorn 3»
Ein Song zwischen Ironie und Leichtigkeit: «i bi es Einhorn».

Milena Patagônia, DASHCAM*DEVI – «Dijaspora Baby»
Bässe, die treiben: check. Energie: check. Und textlich eine schöne Erinnerung daran, wie vielschichtig Herkunft klingt.

Kater Karlo, Moro & Blanco – «Für Immer»
Sommervibes im Winter. Leichtfüssig, aber mit Substanz.

ETO – «Squads»
ETO bringt Hitze in die kalte Jahreszeit – klar, direkt, konzentriert.

Soukey – «Schlüssu»
Ein Track zum Loslassen und Durchatmen. Traumhaft, aber ohne Weichzeichner.

Splendid & Anina Shona – «Irgendwo»
Ein Song, der sich langsam entfaltet. Irgendwo Sommer, irgendwo Melancholie, irgendwie schön.

Z The Freshman & Cosmo12 – «No Mobties»
Ein ruhiger, warmer Abschluss. Rund, erdend, nah.

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(Foto: David Fürst)