Asylunterkunft Tiefenau könnte unterirdische Unterbringung ersetzen

von RaBe Info 23. März 2024

Asylpolitik Kanton und Stadt Bern haben sich darauf geeinigt, dass im ehemaligen Tiefenauspital für die nächsten zehn Jahren Asylsuchende untergebracht werden sollen. Langfristig können so unterirdische Unterkünfte wieder geschlossen werden, sagt GSI-Sprecher Gundekar Giebel.

In den letzten zwei Jahren ist die Zahl der Asylunterkünfte im Kanton Bern von 15 auf 53 gestiegen. Eine Lösung für diesen erhöhten Bedarf bietet das ehemalige Tiefenauspital, das ab Herbst als Asylunterkunft genutzt wird und Platz für 820 Personen bietet. Der Kanton und die Stadt haben einen Mietvertrag für eine Nutzung von zehn Jahren unterzeichnet. Er sei mit der längerfristischen Lösung sehr zufrieden, betont Gundekar Giebel von der kantonalen Gesundheits-, Sozial und Integrationsdirektion.

Vorläufig aufgenommene Asylsuchende, Asylsuchende mit festen Status und Menschen mit Schutzstatus S sollen ab Herbst im Hauptgebäude des ehemaligen Tiefenauspital untergebracht werden. Bis dahin muss das Spital noch umgebaut werden. Gemeinschaftsräume und Schulräume werden in den ehemaligen Operationstrakt hineingebaut. Für diese Umbauarbeiten warte man aktuell noch auf eine Baubewilligung durch die Stadt Bern, so Giebel.

Die Inbetriebnahme des ehemaligen Tiefenauspitals als Asylunterkunft könnte Auswirkungen auf die unterirdischen Unterbringungen haben. Der Kanton Bern hat immer wieder betont, dass unterirdische Asylunterkünfte nur in  Ausnahmeistuationen zulässig seien. Aktuell betreibt der Kanton mehrere solcher Unterkünfte, eine davon an der Effingerstrasse in der Stadt Bern. Es sei das Ziel des Kantons, möglichst rasch diese unterirdischen Unterküfte zu schliessen. Das ehemalige Tiefenauspital gebe dem Kanton in dieser Hinsicht viele Möglichkeiten, betont Gundekar Giebel.