Kür mit Augenzwinkern

von Christoph Reichenau 16. Juni 2020

Das Museum für Kommunikation berichtet über sein Jahr 2019. Es tut dies in ungewohnter Form.

Er ist einer der wenigen kleinen Felsen in den anbrandenden Wellen digitaler Kreationen der letzten drei Monate: der Jahresbericht 2019 des Museums für Kommunikation (MfK). Ein farbiges Wimmelbild im Format A4 auf Halbkarton. Nimmt man das freundliche Ding in die Hand und sucht die zahlreichen Szenen minutiös ab, ahnt man manches. Wirklich erschliessen tun sich die Fakten und Geschichten, die in der Darstellung zusammenfliessen, erst dann, wenn man auf der Website des Museums mit dem Cursor darüber fährt: Dann öffnen sich kleine Fenster. Klickt man sie an, springt ein kurzer Text auf mit Zahlen und Informationen.

Interessant: Mit dieser Art der Berichterstattung hat das MfK lange vor Corona begonnen, wie es mit seiner Digitalstrategie den meisten Kulturorten voranfährt. Aus der Pflichtübung der Rechenschaftsablage hat das MfK bereits zum dritten Mal augenzwinkernd eine Kür gemacht und Seriosität auf seine Weise interpretiert. Schön.